Süßes am Fasnacht-, Faschings- oder Karnevalsumzug aber warum?

 

Wer schon einmal auf einem Fasching-Fasnachst- oder Karnevalsumzug war der weiß, dass die Narren süßes, Obst oder Gebäck an Groß und Klein verteilt. Doch warum machen die Narren das überhaupt?

Hierzu müssen wir ein bisschen zurück in der Zeit und an die Anfänge von Fasching, Fasnacht und Karneval. Die Fasnacht ist ein christliches Fest und eng verbunden mit der darauf folgenden 40-tägigen christlichen Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest. Den das Wort „Fasnacht“ bezeichnet den Zeitraum vor Anbruch der Fastenzeit, diese dauert sechs Tage vom Schmutzigen Donnerstag bis hin zum Aschermittwoch. Der Verzicht auf Fleisch und alle anderen tierischen Produkte war ein bestimmendes Element der Fastenzeit, die damals viel strenger eingehalten wurden als es heute ist. Ebenso hatten die Metzger damals allen Grund vor der Fastenzeit noch einmal so richtig die Sau raus zulassen, denn ihr Berufsstand war wie kaum ein anderer von der Fastenzeit betroffen. Nach Aschermittwoch bis kurz vor Ostern blieben sie beschäftigungslos. Aber nicht nur die Metzger mussten sich umstellen. Die Abstinenzangebote der Fastenzeit traf die gesamte Bevölkerung empfindlich. Verboten war nicht nur Fleisch, sondern alles aus Großvieh- und Geflügelhaltung gewonnen Nahrungsmittel: Schmalz, Fett, Milch, Butter, Käse und Eier. Aus der Notwendigkeit, all diese möglichst vor der Fastenzeit noch aufzubrauchen, entstand unter anderem der Brauch, an Fasnacht die traditionellen Schmalzgebackenen und reichlich Eier enthaltenden Fastnachtskrapfen oder Küchlein zu essen. Auch bei uns die weit verbreitete Bezeichnung „schmutziger Donnerstag“ für den ersten der „tollen Tage“ kommt daher, denn schmutz bedeutet fettig oder schmalzig.

 

Und aus diesem Grund verteilen Narren, verschiedene Leckereien an einem Umzug.


6. Januar die Fasnacht beginnt

 

Anders als der Rheinische Karneval der schon ab dem 11.11 beginnt, fängt heute die Schwäbisch Alemannische Fasnacht an. Nicht so, wie wir es sonst gewohnt sind, dennoch wollen wir dies auch in einem „besonderen Jahr“ feiern. Denn die Fasnacht ist eine alte Tradition und ein Brauchtum die jeder einzelne von uns auch im Herzen trägt. Die Fasnacht wird dennoch gefeiert nur auf eine andere Art und Weise. Ebenso ist es auch noch ein ganz besonderes Jahr für uns Schozachtalnarren, unsere Gründungsfigur die Rewae- Hexa und unsere Symbolfigur der Acolon werden zum 20mal abgestaubt, dies macht uns sehr stolz ein kleines Jubiläum feiern zu dürfen.

Ab dem 06. Januar gilt die Fasnacht offiziell als eröffnet. Nach dem alten Brauch werden an Dreikönig die Larven (Masken) und Häser, abgestaubt. Die meisten Laven sind aus Holz, es gibt sie aber auch in älteren Vereinen aus Stoff, Papier, Blech oder Draht. Denn ein Hästräger der Schwäbisch- Alemanischen Fasnacht wechselt seine Verkleidung bei uns Häs genannt nicht von Jahr zu Jahr, sondern sie wird immer beibehalten. In manchen Gegenden sogar über Generationen hinweg. Was bedeutet eigentlich abstauben?

Der Staub der sich in der Zeit des Aufbewahrens in der Kiste gesammelt hat wird meist feierlich und Traditionell entfernt, dann erst wird die Maske für die neue Saison aufgesetzt und das Häs ist somit komplett. Nur so kann man zusammen auf weitere Veranstaltungen. Auch wir haben uns heute in einem Onlinetreffen eingefunden und unser Häs virtuell zusammen abgestaubt. Von da an „ghot´s dagege“ es beginnen die eigentlichen ersten Veranstaltungen und Umzüge und jeder Narr kann sauber auf den Straßen mitspringen.

 

Denn wenn die Fasnacht im Lande weilt,

und Narrenkappen weit verteilt,

wenn eine jede Frau und ein jeder Mann

mal wieder richtig Narr sein kann.